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März/April und Oktober/November: Abenteuer Lorestan




Nach einem sehr frühen Aufbruch von der Shapourkhast Farm in Lorestan werden wir auf der Sirom-Passhöhe, wo es zu dieser Jahreszeit oftmals noch schneit, die Autos zurücklassen, unsere Rucksäcke schultern und uns für die nächsten 8 Tage dem Süden, der Sonne und dem Frühling zuwenden.
Unser Weg führt uns in einer dreitägigen Wanderung stetig abwärts: entlang einem kristallklaren Flüsschen; durch uralte Obstgärten, in denen sich die Weinreben armdick bis hinauf in die Spitzen der hohen Bäume winden; vorbei an Dörfern, die keinen Straßenanschluss, keinen Strom und kein Telefon kennen, bis an die Eisenbahn. Diese Strecke, die Teheran mit dem Persischen Golf verbindet, verläuft parallel zum Dez-Fluss, einem der bedeutendsten Flüsse Lorestans, in gewagten Kurven, über hohe Brücken und lange Tunnel durch das wild-romantische Gebirge. Sie wurde unter Anderen auch von den Deutschen miterbaut, 1938 fertig gestellt, und gilt als eine der atraktivsten Bahnstrecken der Welt.
Angelangt in der Nähe der Station Tange-Haft haben wir Gelegenheit, in einem kleinen Bergsee die sehr seltenen, blinden Höhlenfische Lorestans zu beobachten.
Je nach Lust und Zeit kürzen wir dann mit dem Regionalzug ein paar Kilometer ab, oder wir wandern weiter von Bahnstation zu Bahnstation. An unserem Ziel, dem weitläufigen Dez-Stausee angekommen, bleibt genügend Zeit zu schwimmen, Boot zu fahren oder auszuspannen. Umgebeben von lieblichen grünen Wiesen, übersät mit unvorstellbaren Mengen verschiedenartigster Blumen, und immer die beeindruckenden Felswände der ersten Ausläufer des Zagrosgebirges vor Augen genießen wir einfach das Leben.
‘Nach Hause’ nehmen wir dann wieder den Zug und fahren flussaufwärts gemütlich zurück.

Empfohlene Kultur Option: Tehran und Isfahan