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April/Mai: Bakhtiari Nomaden-Treck




Im Frühjahr beginnt diese 14-tägige Tour in Aghili in Khouzestan und bringt uns auf dem berühmt- berüchtigten Monar-Trail der Bakhtiaren über nahezu 400 km bis über den Sard Kuh, der mit einer Höhe von über 4000 Metern bis weit in den Sommer hinein schneebedeckt ist, nach Chelgerd der höchstgelegenen Ortschaft Irans.
Bei den Bakhtiaren galt diese Strecke früher als eine der schwierigsten. Die ‘Baba Ahmad‘ Schlucht, der Monar Felsgrat oder Tachte Teraz - der höchste Pass der Region mit seinen eisigen Winden - kosteten die Nomaden mit ihren Herden viel Kraft und führten auch immer wieder zu Verlusten von Tieren. Aber auch die Durchquerung des Shimbar Flussdeltas oder die Überwindung des Bazoft Flusses, die vor der Schneeschmelze erfolgen muss, nötigten den Menschen einigen Respekt ab. Heutzutage sind die Wege befestigt und teilweise auch befahrbar, was den Nomaden Stämmen das Leben sehr erleichtert und es uns überhaupt erst ermöglicht, diese Strecke ohne großes Risiko zurückzulegen.
Mit etwas Glück können wir die einzigartige Blüte der wilden Kaiserkronen miterleben, die zu Beginn des Frühlings, in Höhen von über 2000m, nur kurze Zeit Jahr anhält.
Unsere Tour endet nach der anspruchsvollen Überquerung des Sard Kuh, in Chelgerd. Nach unserer letzten Nacht am Lagerfeuer unter dem schwarzen Nomadenzelt verabschieden wir uns wehmütig von unseren Bakhtiaren-Begleitern und fahren mit dem Auto weiter nach Isfahan.
Auf dieser Tour verbinden sich die einfache und herzliche Art der ihren Traditionen noch sehr verbundenen Menschen, die Weite und Einsamkeit der Bergwelt und die klare Schönheit der Natur zu unvergesslichen Eindrücken und Erinnerungen.
Im Herbst führt die Strecke, in entgegengesetzter Richtung, hinab von den hochgelegenen Sommerweiden der Nomaden im Kuhrang Tal bei Chelgerd zurück auf die Winterweiden am südlichen Rande des Zagrosgebirges zwischen Lali und Shushtar.
Empfohlene Kultur Option: Khuzestan -Isfahan -Tehran